Am 16. September 2006 haben wir ein neues Grundsatzprogramm für die politische Arbeit in unserem Ortsverband und der Stadt Arnsberg beschlossen.
Es kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 1. Christliches Grundverständnis und Wertebild
Die Politik der Jungen Union beruht auf der Achtung des Menschen als einmalige, unverwechselbare und eigenverantwortliche Persönlichkeit mit unantastbarer Würde.
Die Junge Union ist für jeden offen, der den Anspruch aller Menschen auf Anerkennung ihrer Freiheit und Würde bejaht. Dies ist die Grundlage für das gemeinsame Wirken von Christen und Nicht-Christen in der Jungen Union.

 2. Integration

  • Sprachkompetenz: Deutsch als gemeinsame Sprache!
    Je vielfältiger eine Gesellschaft ist, umso wichtiger wird eine für alle verständliche Sprache. Nach Auffassung der Jungen Union sind deshalb alle in Deutschland lebenden Menschen gleichermaßen gefordert, die Integration voranzutreiben, und die deutsche Sprache als gemeinsame Sprache in Deutschland anzuerkennen und umzusetzen.
  • Patriotismus leben!
    Die Junge Union ist der Überzeugung, dass ein gesunder Patriotismus für das Fortkommen unseres Landes unerlässlich ist. Die Junge Union fordert daher einen weltoffenen aufgeklärten Patriotismus, der sich einer demokratischen Verfassung verpflichtet weiß und der von nationalistischen Überheblichkeiten ebenso frei ist, wie von nationalen Minderwertigkeitsgefühlen.

 3. Schulpolitik

  • Zentralabitur – Unsicherheiten aus dem Weg räumen
    Die Junge Union ist der Meinung, dass die offensichtlich bestehenden Unsicherheiten bei den vom Zentralabitur betroffene Abiturienten schnellstmöglich behoben werden sollen. Es muss mehr Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und den verantwortlichen Behörden stattfinden, um letztendlich erfolgreiche Bildungsziele zu verwirklichen.
  • Abitur nach dem 12. Schuljahr!
    Die Junge Union setzt sich für die Straffung der Schullaufbahn ein und fordert die generelle Einführung des Abiturs im 12. Schuljahr. Nordrhein-Westfalens Abiturienten sind aufgrund der langen Schullaufzeit benachteiligt, was kein hinnehmbarer Nachteil mehr sein darf.
  • Vermeidung von Unterrichtsausfall! – Verbesserung des Vertretungsunterrichts!
    Der häufige Unterrichtsausfall an Schulen muss generell (auch durch die Einstellung neuer Lehrkräfte) vermindert werden. Die Qualität des für Ausfallstunden eingeschobenen Vertretungsunterrichts muss verbessert, indem möglichst Fachlehrer des ausgefallenen Unterrichtsfaches für den Vertretungsunterricht zur Verfügung stehen.
  • Qualität des Unterrichts – Qualitätsanalyse!
    Die Unterrichtsqualität an Schulen muss verbessert werden. Daher fordert die Junge Union regelmäßige Qualitätsanalysen durch unabhängige Prüfer und Bewertungsbögen der Schüler. Stärken und Schwächen der Schulen müssen erkenntlich gemacht werden. Stärken müssen weiter gefördert, Schwächen muss entgegengesetzt werden. Nicht zuletzt ist es auch für Schulen wichtig, ihre derzeitigen Entwicklungsprozesse aus externer Sicht zu erfahren und im Hinblick auf die Qualität zu überprüfen.
  • Spezialisierung in der gymnasialen Oberstufe – mehr Optionen!
    Die berufsorientierte Bildung verknüpft die Vermittlung praktischer beruflicher Kenntnisse mit der Vermittlung von Allgemeinbildung und fachtheoretischem Wissen. Dieser Zielsetzung entspricht das Wahlsystem in der gymnasialen Oberstufe nicht ausreichend. Um berufsorientierte Bildung sicherzustellen, muss ein qualifizierteres Fachangebot für die Oberstufe angeboten werden.
  • Schule als Unternehmen!
    Damit neben optimaler Unterrichtsqualität und optimaler Bedingungen für die Schüler auch die Wirtschaftlichkeit der Schulen gesichert ist, regt die Junge Union an, die Schule in diesem Punkt mehr als Unternehmen anzusehen. Neben dem pädagogisch ausgebildeten Schulleiter soll z.B. auch ein Verwaltungsleiter agieren.
  • Mehr Freizeitangebote in die Schule!
    Freizeit und Schule muss enger verknüpft werden! Die Junge Union fordert, dass die Schule ein stärkeres Angebot an Freizeitaktivitäten außerhalb der normalen Schulzeit anbietet. Die gut funktionierende Vereinsarbeit sollte hierbei ebenfalls eine zentrale Rolle spielen, so dass sich Schule und Vereine z.B. durch die gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten unterstützen. Dieses zusätzliche Freizeitangebot an Schulen führt nach Meinung der Jungen Union zu einer Förderung der Sozialkompetenz der Schüler.
  • Dreigliedriges Schulsystem
    Das dreigliedrige Schulsystem mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium hat sich bewährt und ist somit fortzuführen.

 4. Wirtschaft stärken!

  • Heimische Betriebe und Mittelstand stärken!
    Die Junge Union spricht sich für eine Stärkung des heimischen Mittelstandes und eine Förderung der Standortattraktivität aus.
    Es ist u.a. wichtig, ein ausreichendes Angebot an Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen und die Ansiedlung von Gewerbetreibenden aktiv zu fördern.

 5. Gesellschaftliches Zusammenleben

  • Demographische Entwicklung
    Eine Gesellschaft ohne Kinder ist eine Gesellschaft ohne Zukunft.
    Die Junge Union  fordert sich dem demographischen Wandel zu stellen.
    Dieser gesellschaftlichen Entwicklung sollte versucht werden mit einer kinder- und familienfreundlichen Politik entgegenzuwirken. Familien in unserer Stadt sollten gefördert und finanziell entlastet werden.
  • Jugendkriminalität, Drogenprobleme
    Die Junge Union ist der Ansicht, dass im Bereich der Jugendkriminalität und Drogenproblematik mehr Präventionsarbeit geleistet werden muss. Daher sollten z.B. Jugendeinrichtungen geschaffen und erhalten werden.

 6. Energie und Umwelt

  • Förderung des ökologischen Bewusstseins
    Die Bewahrung und Wiederherstellung der natürlichen Umwelt ist eine Aufgabe jedes Einzelnen. Jeder ist verpflichtet, die ökologischen Folgen seines Handelns zu verantworten.
    Daher ist die Förderung des ökologischen Bewusstseins bei jedem einzelnen eine wichtige Aufgabe für unsere Stadt und unsere Gesellschaft.
  • Regenerative Energieträger
    Holz ist einer der ältesten Energieträger der Menschheit und prägender Bestandteil unserer Region. Daher fordert die Junge Union eine stärkere Nutzung von Holz als regenerativer Energieträger.
    Darüber hinaus spricht sich die Junge Union für die stärkere Nutzung weiterer regenerativer Energien mit Ausnahme der Windkraft aus, ohne Nutzung staatlicher Zuschüsse.
  • Schutz der Umwelt
    Neben dem wirtschaftlichen Faktor des Waldes hat dieser auch einen enormen Naherholungswert. Wir setzen uns daher für eine Umweltpolitik zum Schutz des Waldes ein.

    Neheim-Hüsten, den 16.09.2006